Paleo / Steinzeitdiät

Gesunder, länger leben und ein passendes Gewicht halten – das nur einige der Vorteile von Paleo, der Steinzeitdiät die die Befürworter dieser Ernährungslebensweise propagieren. Lesen in diesem Ratgeber alles wichtige zu dieser neuen und immer populärer werden Lebensweise.

Eine neue Diät erobert nun auch Deutschland. Dabei geht es vielen Anwendern nicht um Gewichtsreduktion, sondern eine Ernährungsoptimierung. (Was ja Diät in der Ursprungsform auch bedeutet 🙂

auf-der-flucht-in-der-steinzeitDie Paleo Diät ist auch als „Steinzeit-Diät“ bekannt. Ziel ist es sich so zu ernähren wie es unsere Urvorfahren vor vielen Tausend Jahren bereits gelebt hatten. Zu dieser Zeit gab es noch keinen Ackerbau, Viehzucht oder Gewächshäuser.

Somit sind nur Lebensmittel erlaubt die zu dieser Zeit bekannt waren. Der menschliche Organismus hatte nicht genügend Zeit sich auf die modernen Ernährungsweisen umzustellen.

  • Rohe Nahrung essen: Einmal pro Tag Salat oder Frucht essen
  • Vielfätig ernähren: Abdecken eines großen Nahrungsspektrums um die Zunahmen von Giftstoffen aus den Speisen auszugleichen.
  • Vollwertig ernähren: Vollwertkost sind Lebensmittel die geerntet, gefangen (getötet) werden können
  • Bewust essen: Gründlich kauen und langsam essen
  • mehr große Mahlzeiten: Snacks vermeiden und lieber 3 große Mahlzeiten verspeisen
  • Speiseplan-Aufteilung: 1/3 rohes Gemüse/Obst, 1/3 gekochtes Gemüse, 1/3 Fisch oder Fleisch

Essen was damals gejagt oder gesammelt werden konnte

Früher bestand die Ernährung hauptsächlich aus Eiweiß und Fetten.

Kohlenhydrate, in Form von Getreide, was heutzutage eine der Hauptbestandteile der Nahrungaufnahme ist gibt es erst seit ein paar Tausend Jahren.

Dazu kommt, dass die Menschen damals viel aktiver waren als heutzutage. Es gab keinen Fahrstuhl, Autos oder Couch mit Fernseher. Damals musste die Beute als Jäger hart erkämpft werden. Diese Bewegungsarmut kombiniert mit Speisen die wir nicht vertragen kann auch ein weiteres Indiz für viele Zivilisationskrankheiten sein. So berichten viele Anwender der Diät über eine bessere Darmflora oder gesenkten Bluthochdruck.

Dabei ist das Konzept nicht neu: Seit den 1970er Jahren gibt es die Rückbesinnung auf die Steinzeit-Diät und Konzepte wie Paleo. 1975 hat Walter L Voegtlin das Buch „Steinzeitdiät“ herausgebracht. Da die Bewegung aus Amerika kommt ist sie dort über den Begriff „paleo diet“ gekennzeichnet.

Vorteile der Paleo Diät und Ernährung

Bessere Verdauung

  • Bessere Verdauung, da die Entzündungen des Magen-Darm Trakt reduziert werden und das für eine ausgeglichenere Darmflora sorgt
  • Verdauung wird angeregt: Entgiftung des Körpers da Ballaststoffe vermehrt und besser aufgenommen werden können

Reinere Haut

Kennen Sie Menschen die oft ein rotes Gesicht haben? Das kann durch Entzündungen im Körper entstehen und durch eine natürlichere Ernährung reduziert werden.

Optimalgewicht

  • Gewichtsverlust ohne JoJo, da kein Blutzucker in Fett verwandelt werden muss. Der Körper verwertet die Nahrung besser und nutzt zur Energiegewinnung die Fettzellen.
  • Keinen Heißhunger: Das Eiweiß und gesunden Fette halten lange satt.

Mehr Energie

Durch den gleichbleibenden Blutzuckerspiegel durch konstanter Ernergiezuführung hat man den ganzen Tag Power.

Optimale Nährstoffversorgung

  • Viel Eiweiß, Proteine braucht der Körper um Muskeln aufzubauen und zu halten sowie starke Knochen und ein abwehrstarkes Immunsystem
  • Gesundere Fette: Durch das bessere Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 Fettsäure kann das Risiko zu Krankheiten wie Krebs, Diabetis, Herzkreislauf verringert werden
  • Viele Nährstoffe: Vermehrte Aufnahme von Nährstoffen durch Verzerr von viel gutem Fleisch, Fisch und Gemüse im Verhältnis zu kohlenhydratreicher Kost wie Nudeln, Reis oder Brot

Prevention von Volkskrankheiten

Anfälligkeit von Diabetis Typ 2, kann reduziert werden, da weniger erhöhter Blutzuckerspiegel die Bauchspeicheldrüse und andere Organe belastet.

Andere Anwender von Paleo berichten in Foren und Blogs von diesen positiven Wirkungen:

  • tieferer Schlaf
  • niedriger Blutdruck
  • mehr Energie im Tag
  • bessere Merkfähigkeit
  • Gewichtsanpassung auf Idealgewicht
  • weniger Entzündungen
  • weniger Hautunreinheiten

Was darfst du essen bei Paleo?

Grundsätzlich sollte auf deinem Speiseplan viel Gemüse und Eiweiß stehen. Hier findest du eine Tabelle mit den erlaubten Zutaten.

  • Gemüse: sollte reichlich gegessen werden und auf jedem Speiseplan von dir stehen. Es bildet somit die Basis von Paleo. Du bekommst damit wertvolle Ballaststoffe und andere Stoffe die deiner Verdauung, Stoffwechsel und deinem Gemütszustand gut tun. Falls du abnehmen willst reduziere stärkehaltige Lebensmittel.
  • Fleisch: Gesunde Fette und Proteine findest du im Fleisch. Achte auf die Qualität und die Nahrungskette der Tiere. Optimal sind Proteine von Weidetieren wie Rindern, Schafen, Schweinen und Hühnern. Wild ist ein Empfehlung von uns, da hier die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass diese wirklich in freier Wildbahn lebten.
  • Fisch: Nutze diesen hochwertigen Lieferanten für Omega-3 Fettsäure für deine Paleo Ernährung. Achte auch hier wieder auf die Herkunft und Fangmethoden.
  • Eier: Sie enthalten wertvolle Fette und Eiweiß. Zusätzlich sättigen sie gut und sind einfach zuzubereiten.
  • Obst: gilt als wertvoller Lieferant von Ballaststoffen und Vitaminen. Nachteil: der hohe Fruchtzuckeranteil. Achte darauf, dass dieser in Maßen bleibt.
  • Nüsse: liefern dir hochwertige Fette und sie gelten als wichtiger Energielieferant. Allerdings isst man schnell mehr als man vorhatte. Als Faustregel gilt: Eine Handvoll Nüsse reicht für den Tag.
  • Öl & Fett: Achte auf gute Fette wie Oliven oder Kokosöl. Bei der Zubereitung immer die richtigen Öle verwenden. Nicht jedes Öl ist zum Braten geeignet.
  • Kräuter: Keine Einschränkungen solange diese nicht mit Zucker oder anderen unnatürlichen Mitteln aufbereitet wurden.
  • Getränke: Wasser und Tee können getrunken werden. Kaffee seltener. Getränke mit hohem Zuckerzusatz sollten gemieden werden. Ausnahmen: natürliche Saftschorlen
Paleo / Steinzeitdiät
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